Pfarre St. Bonifaz

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Auf einer kleinen Anhöhe in Breitenfurt/Ost steht die Pfarrkirche zum Hl. Bonifatius.
Kardinal Theodor Innitzer hat am 1. Jänner 1942 eine selbständige Pfarre im östlichen Siedlungsgebiet von Breitenfurt, mit dem Namen St.Josef und der Klosterkirche, Hauptstr. 58 als Pfarrkirche, errichtet. Erster Pfarrer war Msgr. Josef Engelbert Enzmann, der auch Spiritual im Kloster St. Josef blieb.
1963 entwarf Arch. Prof. Clemens Holzmeister eine größere neue Kirche für Breitenfurt/Ost. Im Jahre 1968 wurde mit dem Bau der Unterkirche begonnen. Am 13. 6. 1970 wurde diese Kirche St. Bonifaz von Weihbischof Dr. Jakob Weinbacher geweiht. Am 1. 1. 1972 wurde die bisherige Pfarre Breitenfurt – St. Josef umbenannt in Breitenfurt – St. Bonifaz und die Pfarrbewohner erhielten in St. Bonifaz eine neue Pfarrkirche.
Im Pfarrgebiet liegt das Kloster St. Josef. Es ist Gründungskloster der „Kongregation der Töchter der Göttlichen Liebe“ und jetzt auch Seniorenwohnheim. Eine weitere Gottesdienststätte ist im Caritasheim „Haus Breitenfurt“ genannt auch „Roter Stadl“. Da Breitenfurt einen großen Zuzug der Wohnbevölkerung verzeichnet, entstanden in unmittelbarer Nähe der Pfarrkirche ein neues Gemeindeamt, eine neue Volksschule, eine Mehrzweckhalle und ein neuer Kindergarten mit Musikschule. Eine immense Spendenfreudigkeit der Bevölkerung und eine Vielzahl von Eigenleistungen von jung und alt, ermöglichten unter Pfarrer Anton Guber, den Bau einer neuen Pfarrkirche, die Vergrößerung des Pfarrheimes und den Neubau des Pfarrhofes (1989–1990).
1989 wurde am Festtag des Hl. Markus (25. 4.) der Grundstein für die neue Pfarrkirche gelegt. Am 1. September 1990 übernahm Dr. Rupert Stadler, Univ. Seelsorger, als Pfarrer die Pfarre St. Bonifaz. Am 23. September 1990 wurde die neue erweiterte Pfarrkirche von Kardinal Dr. Hans Hermann Groër geweiht.

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Am Kirchweihfest 2001 wurde die Wandmalerei im Presbyterium von Tobias Kammerer, Künstler aus Rottweil (BRD), übergeben. „Die Gestaltung soll deutlich machen, dass die wichtigste Aussage des Glaubens nicht auf der Kreuzigung selbst, sondern auf dem Ostergeschehen beruht. Das vermeintliche Ende am Kreuz ist in Wahrheit ein Neuanfang. Ausgehend vom Tabernakel bildet sich eine Kelchform aus. Sie umfängt die Christusgestalt. Der Kelch, Erinnerung an das Abendmahl, steht für das Leiden und Sterben Jesu, aber zugleich gilt er auch als ein Hinweis auf die Auferstehung und die Ewigkeit.“
Die äußere Form der Pfarrkirche erinnert an das Wort der Offenbarung: „Siehe, das Zelt Gottes unter den Menschen!“ Der Turm mit den Glocken möchte weithin sichtbar und hörbar machen, daß „Gott inunserer Mitte wohnt, um alle Tränen abzuwischen, jede Mühsal wegzunehmen und alles neu zu machen“ (vgl. Offb 21).
Die sakrale Form des Kirchenbaus will dem Menschen, der heute – in einer säkularisierten Umwelt unruhig geworden Ruhe und Halt sucht, die Erfahrung vermitteln: „Erhebet die Herzen zu Gott“! So ist die Kirche täglich zu Anbetung, Dank und Lobpreis geöffnet. Der Tabernakel, der Ort der Gegenwart des Herrn im Sakrament, wird zum Zentrum des sakralen Raumes. Ein breiter Mittelgang soll der Gemeinde den Weg zur Begegnung mit demHerrn weisen. Der Lichteinfall im oberen Bereich der Kirche und des Altarraumes deutet die Wirksamkeit Gottes durch die Erleuchtung von oben an.
Nach dem Bau der Kirche (1989 – 1990), wurde in den letzten Jahren viel Kraft zum „Bau aus lebendigen Steinen“ aufgewendet. Da viele junge Familien nach Breitenfurt ziehen, ist ein Schwerpunkt die Seelsorge mit Kindern und Familien. Viele verschiedene Gruppen und Runden (Jungschargruppen, Kinderspielgruppen, Jugendgruppen, Ministrantengruppen, Firmjugend, Mütterseminar, Kirchenchor, Familienmusikgruppe, Bastelrunde, Legionspräsidium, Glaubensgesprächsrunde, Pfarrbibliothek, Familienrunde, …) treffen sich regelmäßig im Pfarrheim. Ortsansässige Vereine sind in das Pfarrleben eingebunden, z.B. die Sportlermesse mit dem Sportverein, der Gelöbnisgottesdienst mit den Jagdhornbläsern beim Roten Kreuz, die Konzerte mit dem Männergesangsverein und der Dorfgemeinschaft, der Frühschoppen zum Kirchweihfest mit dem Musikverein. Ein tatkräftiger Pfarrgemeinderat, Pfarrfeste (Maifest, Pfarrheuriger, Kirchweihfest), Flohmarkt, Pfarrball, Advent- und Weihnachtsmarkt und Spenden durch Daueraufträge ermöglichen pünktlich den erpflichtungen zur Rückzahlung von Darlehen an die Erzdiözese Wien und die Nö Landesregierung nachzukommen.
Seniorennachmittage, Pfarrcafé, Caritasarbeit, Betreuung von bosnischen Flüchtlingsfamilien, Unterstützung von pfarrlichen Missionsprojekten durch die Aktion „Fastensuppe“ und die „Dreikönigsaktion“ der Jungscharkinder, Ministranten und Jugendlichen verbindet viele im Leben aus dem Glauben.

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„Der Glaube soll Freude machen“ — das war auch Ziel unserer monatlichen Wallfahrtsgottesdienste in St. Bonifaz. Im Mai 1991 haben wir als „Novene 2000“ mit der monatlichen Wallfahrt zum Hl. Bonifatius (jeder 5. d. Monats um 18 Uhr, an Sonntagen um 10 Uhr mit Rücksicht auf das Patroziniumsfest am 5.Juni) den Pilgerweg in das Jahr 2000 begonnen: Erzbischöfe, Bischöfe, äbte, Pfarrer und Kapläne sind mit uns diesen Weg gegangen. Das Gebet in den großen Anliegen der Kirche (Festigung im Glauben, Erneuerung der Kirche, geistliche Berufe und Frieden in der Welt) hat viele zum Gottesdienst verbunden.
Im Jubiläumsjahr 2000 war unsere Pfarrkirche „Jubiläumskirche“. Wallfahrten zum Hl. Bonifaz feiern wir ab 2001 in der Quatemberwoche in der Fastenzeit, am Fest des Hl. Bonifaz (5.Juni) und in der Quatemberwoche im Oktober. Großer Beliebtheit erfreuen sich Pfingstfahrten und Pfarrfahrten nach Ungarn, in die Slowakei, in die BRD und Pfarrreisen nach Rom, Assisi, Bozen, in das Hl. Land und nach Salzburg und das jährliche Jungscharlager im Sommer.

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2001 errichteten und stifteten Erich Schöndorfer (Ikonenmaler), Alois Schmitmeier und Firma Erben (Kupferdach) einen Ikonenbildstock auf dem Pfarrplatz. Er zeigt vier Ikonen: Hl. Bonifatius, Maria mit Kind, Hl. Petrus und den Hl. Nikolaus.



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